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Reisekosten erfassen: einfach & fehlerfrei

Reisekosten sind ein kleines Alltagsthema mit großer Wirkung: Sie betreffen viele Mitarbeitende, passieren oft unter Zeitdruck und berühren Steuerrecht, interne Richtlinien und Liquidität. Wenn hier Unklarheit entsteht, kostet das nicht nur Zeit, sondern auch Vertrauen, weil Erstattungen zu spät kommen oder Rückfragen eskalieren.

Ein sauberer, digitaler Prozess macht Reisekosten dagegen angenehm langweilig: Belege werden sofort erfasst, Pauschalen korrekt berechnet, Genehmigungen sauber dokumentiert und Auszahlungen verlässlich angestoßen. Genau an dieser Stelle spielt ein ERP-System seine Stärken aus, weil es Belegmanagement, Richtlinien, Workflows und Buchhaltung zusammenführt.



Warum Reisekosten so häufig fehleranfällig sind


Fehler entstehen selten aus Nachlässigkeit, sondern aus Rahmenbedingungen: Belege liegen lose in Taschen, Fremdwährungen werden später grob umgerechnet, Taxiquittungen verblassen, und zwischen Dienstreise und Abrechnung liegen Wochen. Dazu kommen wechselnde Pauschalen, Ausnahmen bei längeren Einsätzen und firmenspezifische Regeln.


Ein weiterer Klassiker ist die Mehrfacherfassung. Daten wandern aus Papierbelegen in eine Excel-Vorlage, dann in ein Freigabetool, dann in die Buchhaltung. Jede Station erhöht die Wahrscheinlichkeit für Zahlendreher, fehlende Belege oder falsch gesetzte Mehrwertsteuersätze.


Typische Stolpersteine lassen sich schnell benennen:

  • Quittungen verschwunden oder unleserlich

  • Fremdwährung: Umrechnung nach Bauchgefühl oder falschem Kurs

  • Pauschalen und Verpflegungsmehraufwendungen: falsches Land, falscher Tag, falscher Abzug (Mahlzeiten)

  • Genehmigungswege: E-Mail-Freigaben ohne klare Nachvollziehbarkeit

  • Auszahlung: Überweisungen manuell mit Medienbruch ins Onlinebanking



Der rote Faden: ein durchgängiger Reisekostenprozess

im ERP


Ein ERP-gestützter Ablauf denkt Reisekosten nicht als Einzelformular, sondern als Prozesskette: Einreichen, prüfen, genehmigen, buchen, auszahlen, auswerten. Das klingt nach viel, fühlt sich im Alltag aber leichter an, weil jeder Schritt klar geführt ist und Informationen nicht ständig neu eingegeben werden müssen.


Wichtig ist dabei der Blick auf Rollen: Mitarbeitende erfassen Spesen, Führungskräfte entscheiden, die Buchhaltung prüft formale Punkte und verbucht. Alle sehen denselben Status und dieselben Belege. Rückfragen landen nicht mehr in langen Mailverläufen, sondern direkt am Vorgang.


Ein starkes System macht außerdem Vorschüsse sichtbar, führt offene Posten sauber mit und zeigt, ob eine Abrechnung bereits zur Auszahlung bereitsteht oder noch in der Freigabe hängt.



Von der Belegeinreichung bis zur Auszahlung: so wird es wirklich „einfach“


Der größte Hebel liegt am Anfang: Wenn Belege sofort digital erfasst werden, ist die Abrechnung später eher eine Zuordnung als ein mühsames Rekonstruieren. Mobile Apps sind dafür ideal, weil Quittungen direkt nach dem Restaurantbesuch, der Taxifahrt oder dem Parkticket gescannt werden können.


Ein zweiter Hebel ist die automatische Belegerkennung. Betrag, Datum, Währung oder Händler werden ausgelesen und in die richtigen Felder übernommen. Das spart Zeit und verhindert Übertragungsfehler. Gleichzeitig bleiben die Originaldokumente als Scan oder PDF am Vorgang gespeichert, was die Prüfung deutlich beschleunigt.


Der letzte Hebel ist die Auszahlung. Wenn ein ERP einen SEPA-Export bereitstellt, wird aus vielen Einzelüberweisungen eine saubere Sammelzahlung. Die Abrechnung wird freigegeben, die Datei erzeugt und über das Onlinebanking ausgeführt, ohne Beträge erneut abzutippen.



Pauschalen, Abzüge und Rechtskonformität: der Reiseassistent als Sicherheitsnetz


Bei Reisekosten geht es nicht nur um Belege, sondern auch um Pauschalen: Verpflegung, Übernachtung, Kilometerpauschalen und je nach Fall Abzüge, wenn Mahlzeiten gestellt wurden. Hier lohnt sich Automatik, weil die Regeln detailreich sind und sich Werte ändern können.


Ein Reiseassistent im ERP führt durch die Eingaben (Reisezeitraum, Orte, Abwesenheiten) und berechnet daraus die relevanten Pauschalen. Entscheidend ist, dass das System aktuelle Pauschalen je Land und gesetzliche Vorgaben berücksichtigt und Updates regelmäßig einfließen. Das reduziert das Risiko, dass Abrechnungen später korrigiert werden müssen.


Korrekt abgerechnete Pauschalen sind auch kommunikativ ein Vorteil: Mitarbeitende und der Arbeitgeber verstehen die Berechnung besser, wenn sie nachvollziehbar im System ausgewiesen wird, statt als „mysteriöse“ Excel-Formel.



Sonderregeln, die sonst Zeit fressen: doppelte Spesen und 3-Monats-Regel


Die Realität ist selten Standard. Ein Projekt läuft länger, jemand arbeitet mehrere Wochen an derselben Tätigkeitsstätte, oder es gibt länderspezifische Besonderheiten. Genau hier trennt sich „digitalisiert“ von „wirklich automatisiert“.


Ein ERP kann komplexe Vorschriften im Hintergrund berücksichtigen. Dazu zählen etwa Regelungen rund um längere Einsätze vor Ort (Stichwort Dreimonatsfrist) oder firmenspezifische Definitionen für doppelte Spesen, die je Land oder Kostenart variieren können. Statt jede Ausnahme als Einzelfall zu diskutieren, werden Regeln zentral gepflegt und im Prozess angewendet.

Das Ergebnis ist weniger Rückfrageverkehr, weniger manuelle Nacharbeit und eine konsistente Linie, die auch bei internen Prüfungen standhält.



Belegmanagement, das wirklich Ordnung schafft


Digital heißt nicht nur „Scan irgendwo ablegen“, sondern „Beleg am richtigen Vorgang, mit den richtigen Metadaten, dauerhaft auffindbar“. Ein integriertes Belegmanagement macht genau das: Belege werden einer Abrechnung oder einer einzelnen Position zugeordnet, inklusive PDF, Foto oder zusätzlicher Dokumente.


Gerade bei Hotelrechnungen, Bahn- oder Flugdokumenten ist das hilfreich, weil oft mehrere Seiten oder Anhänge existieren. Wenn alles „unter Dach und Fach“ direkt in der Abrechnung steckt, muss niemand in E-Mail-Postfächern oder Ordnern suchen.

Eine praktische Wirkung zeigt sich auch in der Zusammenarbeit: Führungskräfte können bei der Freigabe Belege direkt öffnen, ohne sie separat anzufordern. Das beschleunigt den Durchlauf spürbar.

Prozessschritt

Klassisch manuell

ERP-gestützt

Belege sammeln

Papier, später sortieren

App-Scan sofort, zentral gespeichert

Datenerfassung

Abtippen in Excel/Formular

OCR erkennt Betrag, Datum, Währung

Pauschalen berechnen

Tabellen, Richtliniensuche

Reiseassistent mit aktuellen Pauschalen

Freigabe

E-Mail, schwer nachweisbar

Workflow mit Status, Protokoll, Kommentaren

Auszahlung

Einzelüberweisungen

SEPA-Export als Sammelüberweisung

Buchhaltung

Doppelte Erfassung

Kontierung/MwSt-Sätze, Export in Excel/FiBu



Transparenz im Workflow


Reisekosten sind auch ein Führungs- und Compliance-Thema. Wer genehmigt was, nach welchen Kriterien, und wo sieht man das später? Ein prozesstreuer Workflow im ERP bildet diese Schritte mit Rollen und Zuständigkeiten ab. Das klingt streng, ist aber in der Praxis entlastend: Mitarbeitende wissen, was noch fehlt. Führungskräfte sehen, welche Abrechnungen warten. Die Buchhaltung erkennt, was bereits geprüft wurde. Und der Auszahlungsstatus ist für alle nachvollziehbar, ohne Nachfragen per Telefon oder Chat.

Ein gutes Setup bildet dabei typische Varianten ab: Freigabe nach Kostenstelle, Projekt, Betragsschwelle oder Organisationseinheit. Dadurch entsteht Ordnung, ohne den Alltag zu verkomplizieren.



Fremdwährungen, Vorschüsse und Kommunikation: Alltagstauglichkeit entscheidet


Viele Prozesse scheitern nicht an der Hauptfunktion, sondern an Randthemen: Auslandsbelege, Trinkgelder, Mischbelege, Vorschüsse, Teilabrechnungen. Ein ERP-System, das Fremdwährungsbelege inklusive Umrechnung sauber erfasst, nimmt hier spürbar Druck raus.


Ebenso wichtig ist die Kommunikation am Vorgang. Wenn Rückfragen direkt an der Abrechnung gestellt und beantwortet werden, bleiben Entscheidungen nachvollziehbar. Das hilft auch später, wenn jemand eine Position erneut prüfen muss.

Und Vorschüsse sind mehr als ein Feld: Sie beeinflussen die Auszahlung und müssen sauber gegengerechnet werden. Wenn das System Vorschüsse und Auszahlungsbeträge transparent ausweist, sinkt die Fehlerquote und die Erstattung wird planbarer.



Biquanda - Das ERP-System für Dienstleister


Auszahlung per SEPA: schnell, sicher, ohne Abtippen


Wenn Abrechnungen freigegeben sind, zählt Tempo. Mitarbeitende erwarten zu Recht, dass Reisekosten zeitnah erstattet werden. Ein integrierter SEPA-Export unterstützt genau das: Alle zur Auszahlung anstehenden Abrechnungen sind auf einen Blick sichtbar, und die Zahlung wird als SEPA-XML im Standard ISO 20022 erzeugt. Das reduziert typische Überweisungsfehler: falsche IBAN, vertauschte Beträge, doppelte Zahlungen. Gleichzeitig bleibt die Kontrolle erhalten, weil die Sammelzahlung wie gewohnt im Onlinebanking freigegeben wird.

Der angenehme Nebeneffekt: Die Buchhaltung arbeitet ruhiger, weil Auszahlungen in klaren Läufen erfolgen können, statt „zwischen Tür und Angel“.



Weiterverrechnung an Kunden und Auswertungen:

Reisekosten als Projektdaten


Wenn Reisen projektbezogen entstehen, steckt in den Daten mehr als nur Erstattung. Erfasste Reisekosten lassen sich für die Weiterverrechnung nutzen, ohne dass jemand die Positionen erneut zusammenstellen muss. Das ist besonders wertvoll, wenn Kunden klare Nachweise erwarten oder wenn Reisekosten in Angeboten und Nachkalkulationen eine Rolle spielen.


Auch Auswertungen werden besser, sobald Daten strukturiert vorliegen: nach Projekt, Kunde, Kostenart, Zeitraum oder Team. Wer regelmäßig prüfen möchte, wie sich Reisekosten entwickeln, braucht keine Belegsuche mehr, sondern arbeitet mit Filtern, Berichten und Exporten.


Für die Buchhaltung ist die saubere Übergabe zentral. Wenn Sachkonten und Mehrwertsteuersätze je Belegart im ERP gepflegt sind, lassen sich Reisekosten in wenigen Schritten exportieren, oft auch als Excel-Datei zur Weiterverarbeitung.



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