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Agiles Projektmanagement Architekturbüro: Effizienz durch ein ERP-System

Architekturbüros stehen oft vor der Herausforderung, kreative Prozesse und hohe strukturelle Anforderungen gleichzeitig zu meistern. Leistungsphasen, Genehmigungen, Budgets und Termine bestimmen den Arbeitsalltag, doch kaum ein Projekt verläuft strikt linear. Änderungen in Anforderungen, verzögerte Entscheidungen oder neue Rahmenbedingungen können Projekte stark beeinflussen. Hier zeigt sich die Stärke des agilen Projektmanagements: Es ermöglicht Flexibilität, Transparenz und schnelle Anpassung in einem Umfeld, das traditionell stark reguliert ist.


Agilität bedeutet nicht Planlosigkeit, sondern eine kontrollierte Anpassung, die auf klaren Zielen und verlässlichen Daten basiert. Projekte werden in überschaubare Etappen gegliedert, Zwischenergebnisse überprüft und notwendige Anpassungen in Echtzeit umgesetzt. Damit diese Prinzipien im Büroalltag gelebt werden können, benötigen Architekturbüros ein solides digitales Fundament. ERP-Systeme übernehmen diese Rolle. Sie bündeln Planung, Zeiterfassung, Budgetkontrolle und Controlling in einem zentralen System und machen agile Steuerung im Büro praktisch umsetzbar.



Warum agile Methoden im Architekturbüro sinnvoll sind


Architekturprojekte entwickeln sich häufig iterativ: Entwürfe werden geprüft, Varianten getestet, Rückmeldungen von Bauherren oder Fachplanern fließen ein. Klassische, starre Planungsmodelle stoßen hier oft an ihre Grenzen. Agile Methoden greifen die Realität auf, in der Entscheidungen flexibel, aber dennoch planbar getroffen werden müssen.

Der Kern der agilen Arbeitsweise liegt in kurzen Iterationen, regelmäßigen Feedbackzyklen und einer transparenten Dokumentation von Fortschritt, Kosten und Kapazitäten. So können Teams frühzeitig auf Abweichungen reagieren und Fehlentwicklungen vermeiden.


Wesentliche Vorteile agiler Arbeitsweisen:

  • Frühe Fehlererkennung: Abweichungen werden sichtbar, bevor sie teuer werden.

  • Bessere Kommunikation: Regelmäßige Abstimmungen fördern Teamzusammenhalt und Kundenbindung.

  • Erhöhte Transparenz: Alle Beteiligten wissen jederzeit, wie der Projektstand ist.

  • Flexibilität bei Änderungen: Anpassungen können zeitnah in laufende Planungen integriert werden.


Ein ERP-System unterstützt diese Arbeitsweise, indem es alle Informationen zentral bereitstellt, Arbeitsschritte automatisiert und die Basis für datengestützte Entscheidungen schafft.



ERP-Systeme als Fundament für agiles Projektmanagement in Architekturbüros


Agilität lebt von aktuellen, verlässlichen Daten. Ohne ein zentrales System, das Ressourcen, Budgets und Fortschritte abbildet, ist agile Steuerung kaum möglich. ERP-Systeme bündeln diese Funktionen in einem einzigen, integrierten System. Für Architekturbüros sind insbesondere folgende Module entscheidend:


1. Kapazitätsplanung

Mit der Kapazitätsplanung behalten Teams den Überblick über Ressourcen, Rollen und Auslastungen. Engpässe lassen sich früh erkennen, Arbeitslasten verteilen und Projektzeiten realistisch planen. So können Mitarbeitende optimal eingesetzt werden, ohne dass Überlastungen entstehen.


Screenshot der Projektplanung im ERP-System Biquanda
Beispiel: Projektplanung im ERP-System Biquanda

2. Budgetplanung

Die Budgetplanung bildet das finanzielle Rückgrat des Projekts. Sie erlaubt es, Honorare nach Leistungsphasen zu strukturieren, Aufwände realistisch einzuschätzen und Restbudgets im Blick zu behalten. Ampelsysteme zeigen frühzeitig, ob ein Arbeitspaket im Plan liegt oder zusätzliche Aufmerksamkeit benötigt.

Screenshot der Budgetplanung im ERP-System Biquanda
Beispiel: Budgetplanung Übersicht im ERP-System Biquanda

3. Liquiditätsplanung

Liquiditätsplanung sorgt dafür, dass die finanziellen Strukturen eines Projekts jederzeit transparent bleiben. Zahlungsflüsse, offene Posten und Skonti werden überwacht, sodass Liquiditätsengpässe früh erkannt und Gegenmaßnahmen getroffen werden können.

Screenshots eines Liquiditätsplans im ERP-System Biquanda
Beispiel: Liquiditätsplan im ERP-System Biquanda

4. Zeiterfassung

Die Zeiterfassung im ERP-System ermöglicht es, alle Arbeitszeiten genau und in Echtzeit zu dokumentieren. So bleibt der Fortschritt der Projekte jederzeit nachvollziehbar, Engpässe oder Überlastungen werden frühzeitig sichtbar, und das Team erhält eine verlässliche Grundlage für die Planung der nächsten Arbeitspakete.

Screenshot des Moduls Zeiterfassung mit Anwesenheitsbalken im ERP-System Biquanda
Beispiel: Anwesenheitsbalken im ERP-System Biquanda

5. RechnungsCenter

Die Leistungsabrechnung und Rechnungsstellung sind direkt mit den erfassten Zeiten verknüpft. Auf Basis der dokumentierten Aufwände können Vertragsleistungen effizient abgerechnet werden, Abweichungen werden sofort erkennbar, und Rechnungen lassen sich direkt aus dem System erstellen – zuverlässig, transparent und nachvollziehbar.

Screenshot einer Projektabrechnung im ERP-System Biquanda
Beispiel: Projektabrechnung im ERP-System

  1. Projektcontrolling

Projektcontrolling verbindet alle Datenströme zu aussagekräftigen Dashboards, Berichten und Frühwarnindikatoren. Soll-Ist-Vergleiche, Trendanalysen und Prognosen unterstützen Projektleiter dabei, fundierte Entscheidungen zu treffen und Engpässe frühzeitig zu erkennen.

Screenshot einer Projektkalkulation im ERP-System Biquanda
Beispiel: Projektkalkulation im ERP-System Biquanda

Die Kombination dieser Module schafft ein dynamisches System, das agile Projektsteuerung ermöglicht. Jede erfasste Stunde, jede Budgetanpassung und jede Rechnung fließt direkt in die Gesamtübersicht ein und macht Abweichungen frühzeitig sichtbar.



Agilität und HOAI: Struktur bewahren, flexibel steuern


Die HOAI definiert Leistungsphasen und Honorare, erlaubt aber innerhalb dieser Struktur flexible Steuerungsmöglichkeiten. Agile Methoden lassen sich hier ideal einfügen:

  • Iterative Leistungsphasen: Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung können in kurze, klar definierte Arbeitspakete aufgeteilt werden.

  • Fortschritt messen: Ergebnisse werden nicht nur dokumentiert, sondern mit Aufwand, Varianten und Risiken verknüpft.

  • Nachtragsmanagement: Änderungen lassen sich in überschaubare Arbeitspakete überführen und in Budget und Kapazitäten abbilden.


So bleibt die HOAI-konforme Struktur erhalten, während das Projekt agil gesteuert wird.


Screenshot einer HOAI-Projektstruktur im ERP-System Biquanda
Beispiel: HOAI-Projektstruktur im ERP-System Biquanda


Agile Routinen im Büroalltag


Agiles Projektmanagement lebt von festen Routinen. Sie sichern Transparenz und stellen sicher, dass wichtige Informationen nicht verloren gehen.


Beispielhafte Routinen:

  • Tägliche Kurzbesprechung (15 Minuten): Wer arbeitet woran? Wo gibt es Engpässe?

  • Wöchentlicher Review: Budgetstatus, offene Posten, Fortschritt je Projektphase.

  • Monatliches Steuerungsmeeting: Strategische Entscheidungen, Anpassung von Ressourcen und Prioritäten.


ERP-Systeme unterstützen diese Abläufe durch Echtzeit-Dashboards, automatische Benachrichtigungen und übersichtliche Berichte.



Praxisbeispiele für ERP-gestützte agile Projekte


Ein mittelgroßes Architekturbüro mit 30 Mitarbeitenden nutzt ein ERP-System, um die Projektübersicht zu verbessern. Früher wurden Stunden in Excel geführt, Budgets separat gepflegt und Rechnungen manuell erstellt. Heute können Teams Zeiten direkt auf Arbeitspakete buchen, Budgets werden automatisch aktualisiert und Rechnungen zeitnah erstellt.

Änderungen von Bauherren lassen sich im System strukturiert einpflegen, Kapazitäten werden angepasst und Liquidität sofort geprüft. Das Ergebnis: Projekte bleiben planbar, Teams wissen jederzeit, wo sie stehen, und Kunden erhalten transparente Berichte über Fortschritt, Kosten und Ressourcen.



Änderungen effizient integrieren


In Architekturprojekten sind Änderungen Alltag. Entscheidend ist, dass diese kontrolliert in die laufende Planung einfließen. ERP-Systeme ermöglichen dies durch:

  • Strukturierte Erfassung neuer Aufgaben

  • Zuweisung von Verantwortlichkeiten

  • Automatische Anpassung von Kapazitäten und Budget

  • Echtzeit-Updates für Liquiditätsplanung und Abrechnung


So werden Überraschungen vermieden, und Projekte bleiben planbar, auch wenn sich Rahmenbedingungen kurzfristig ändern.



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Prozesse, die Agilität unterstützen


Agile Arbeitsweisen funktionieren nur, wenn Prozesse klar definiert und Daten zuverlässig sind. ERP-Systeme bieten:

  • Soll-Ist-Vergleiche: Abweichungen werden sofort sichtbar.

  • Projektvorlagen nach HOAI: Schnellstart neuer Projekte ohne Mehraufwand.

  • Freigabeprozesse: Genehmigungen für Zeiten und Rechnungen mit Stellvertreterlogik.

  • Benachrichtigungen: Warnungen bei Budgetüberschreitungen oder Kapazitätsengpässen.


So entsteht eine verlässliche Umgebung für agile Steuerung.



Dashboards und mobile Nutzung

Dashboards bündeln alle wichtigen Kennzahlen: Projektstatus, Auslastung, offene Posten, Rechnungen, Liquidität.

Projektleiter sehen operative Daten, während die Geschäftsführung einen strategischen Gesamtüberblick erhält. Mobile Funktionen erlauben Zeiterfassung und Freigaben direkt auf der Baustelle oder beim Kunden – für echte Flexibilität.



Transparente Kommunikation mit Auftraggebern

Offene Kommunikation ist zentral für agiles Projektmanagement. Auftraggeber können nachvollziehen, wie sich Entscheidungen auf Kosten, Termine und Aufwand auswirken.

ERP-Systeme stellen Berichte, Diagramme und Statusanzeigen bereit, die den Projektfortschritt jederzeit sichtbar machen. Entscheidungen werden auf Basis von Daten getroffen, nicht von Annahmen.



Agiles Controlling: vorausschauend statt reaktiv

Traditionelles Controlling blickt zurück, agiles Controlling nach vorne. Laufende Datenerfassung ermöglicht Prognosen zu Budgetentwicklung, Kapazitätsauslastung und Liquidität. So lassen sich Engpässe oder Überlastungen frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen einleiten.

Beispiel: Ein Projektleiter erkennt in einer frühen Planungsphase, dass eine Leistungsphase überdurchschnittlich viele Stunden benötigt. Proaktive Anpassungen verhindern spätere Verzögerungen oder Budgetüberschreitungen.



Integration in den Büroalltag


Agiles Projektmanagement wird durch eine konsequente Integration in den Büroalltag erfolgreich. Dazu gehören:

  • Klare Definition von Verantwortlichkeiten

  • Transparente Workflows und nachvollziehbare Prozesse

  • Nutzung von Daten als Grundlage für Entscheidungen

  • Kontinuierliche Optimierung durch regelmäßige Retrospektiven


So werden agile Methoden zu einem gelebten Bestandteil der täglichen Arbeit.



Fazit: Agilität mit Struktur und Transparenz


Agiles Projektmanagement im Architekturbüro bedeutet, Planung flexibler, transparenter und datenbasiert zu gestalten – ohne die Kontrolle zu verlieren.

ERP-Systeme bilden die Grundlage für diese Arbeitsweise. Sie verbinden Kapazitätsplanung, Budgetkontrolle, Liquiditätsplanung, Zeiterfassung und Projektcontrolling in einem integrierten System, das agile Prinzipien aktiv unterstützt.


Vorteile im Überblick:

  • Höhere Reaktionsfähigkeit bei Änderungen

  • Effiziente Steuerung von Budgets und Ressourcen

  • Stabilität der Liquidität und Vermeidung von Engpässen

  • Transparente Kommunikation intern und mit Auftraggebern


Agilität und HOAI schließen sich nicht aus – sie ergänzen sich. Mit den richtigen digitalen Werkzeugen wird aus Theorie gelebte Praxis, die Projekte effizient, transparent und wirtschaftlich steuert.


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